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Wir haben uns nie beschwert
Als Masse
Wir haben nie massiv Standpunkt bezogen
Eigentlich tatsächlich nie
Als Masse
Oder Maßnahme
Es waren auch nie die anderen
Es gab ja nur die Minderheit
Keine anderen
Nur ein paar wenige
Die uns auch nicht beklagt haben
Und nicht beklagen werden
Niemals
Wozu auch
Die anderen müssen keinen Standpunkt beziehen
Sie wissen um Ihre Minderheit
Daher beklagen wir uns auch nicht
Auch wenn sie versuchen würden
Nein wir lassen uns nicht beklagen
Auch das nicht
Wir sind die Masse
Und als Masse wiegt nicht der Standpunkt der anderen wenigen
Wir haben es doch auch nicht verdient
Was haben wir denn schon geleistet
Außer Veränderung erzwungen
Immer dieser Zwang
Der Drang um Veränderung
Etwas zu erschaffen um es zu verändern und daraus wieder etwas zu erschaffen
Und sich dabei nicht beklagen, dass eigentlich keine Veränderung geschaffen wurde
Sonst wäre ja der Zwang abhanden gekommen
Und nochmal
Beklagen wollen wir uns nicht
Wir warten besser
Hier
Hier ist es nicht allzu schlecht
Wir sind gut im Warten
Daher auch der Drang zur Veränderung
Am Ende ohne den Anfang zu kennen
Entsteht für die Masse keine massive Veränderung
Dennoch die anderen
Die sehen wir manchmal
lachend
Am Ende warten auch die auf einen Anfang
Da sie auch nichts verändern
Zu schwach am Ende
Die Masse zu bewegen
Als es notwendig gewesen sein wird
Als das Warten ein Ende gefunden haben wird
Das wissen wir
Alle zusammen
Dennoch warten wir
Und stolzieren ohne zu gehen
Gehen aufrecht im Sitzen
Schmücken uns mit Leichenteilen
Und wedeln mit Fahnen
Fuchteln
Und wuchten
Feuer!
Nochmal
Aus allen Rohren soll uns die Scheisse in die Hälse gepumpt sein
Wir umarmen uns auch
Aber nicht in der Masse
Nie niemals
Das darf man nicht
Haben sie gesagt
Nicht die anderen
Ich habe vergessen wer
Wir lieben uns
So sagen wir wenn wir andere mit Liebe strafen
Man kann die Masse hassen
Aber nicht lieben
Das ist nicht weiter komisch
Da gibt es auch wieder nichts zu beklagen
Den anderen ist das egal
Wir sind uns jedoch unsicher
Es geht das Gespenst um
dass die anderen keine Liebe kennen
Es erkläre so manches
Zumindest warum sie uns nicht lieben
Dann entwickelten wir uns für ein paar schwache Momente durchaus möglich prächtig
Bis die Momente der Starken wiederkehrten
In voller Pracht
Leichenteile
Von links nach rechts\
Rechts nach links
Von oben nach unten
Dauerbeschuss
Von unten nach oben
Schwerelos im All der Welten
Unserem All
Unser prächtiges All
Und schwerelose Teile der Masse
Die nichts
Ûberhaupt nicht das nichts
Und nichts weiter auch verbessern
Nur Veränderung schaffen
Aber in der Masse
Da fällt das nicht ins Gewicht
Bemerkt es kaum
Ein unlautes Jucken am Perineum
Die anderen scheinen da fast manchmal sogar mehr in Kummer
Das ist jedoch auch nicht bewiesen
Denn am Anfang
Was wissen wir schon am Anfang
Und was wussten wir schon, dass das Ende sich derart dahinzieht
Eigentlich von Anfang an
Und je länger es zu dauern scheint
Weil vielleicht bestünde auch die Möglichkeit, dass nichts real ist
Also tatsächlich ist
Das ist vorstellbar und unwiderlegbar
Dennoch
Je länger es zu dauern scheint
Also man sagt
Wir sinken
Wir versinken
Aber so langsam
So wirklich schlimm oder gar beklagen kann sich da auch wieder niemand
Wir hatten ja auch gute Zeiten
Als man noch durfte
Sich selbst sein
Individuell
Geboren
Leben
Mann war das schön
Als man noch so richtig gelebt hat
Wir können uns das heute nicht mehr vorstellen
Auch gar nicht leisten
Das schaffe nur die Klage ins Haus
Denn jemand muss angeklagt sein
Will man nicht nur geträumt haben
Sondern tatsächlich in Erinnerung schaffen
Das Neue
Das Morgen
Den anderen wäre das auch nicht lieb
Die machen mit uns
Was wollen wir mehr
Heute ist auch besser
Morgen kann ja auch vieles anders sein
Man stelle sich das vor!
Feuer!
Es würde nur
Feuer!
Und einen unruhige Masse schaffen
Unruhige Masse sinkt
Schneller
Verlebt schneller sich leise
In andächtiger Pracht
Denn eines ist wie eh und je gewiss
Es bleibt nur so schön wie wir uns das gestern schon nicht vorstellen wollten